Ein schwerer Schritt ist getan.



7 Jahre bin ich ehrenamtlich als erste Vorsitzende bei Samtpfote tätig. Diese Tätigkeit ist mir in den letzten Jahren zu einer sehr schweren Last geworden. Abgesehen von gesundheitlichen Problemen, die in den letzten Jahren stark zugenommen haben, hat mir die Hoffnungslosigkeit auf dringend erforderliche Veränderungen im Tierschutz, Tierrecht, im Bereich der Tierversuche und besonders was das Dog Control Program und Reach betrifft, schwer zu schaffen gemacht. Zu wissen, wie machtlos wir sind, das wir wie die Hamster in einem Rad laufen und unentwegt versuchen wachzurütteln, Veränderungen herbei zu führen bemüht sind,  informieren und letztendlich an diesem Regierungssystem resignieren, weil es uns nicht möglich ist etwas zu  bewirken, solange Politiker den Volkswillen ignorieren, haben bei mir zu einem Umdenken geführt.

Wozu sich noch aufreiben? Es ist völlig sinnlos.


Das ist der Konsens, den ich aus der Summe der nicht vorhandenen Resultate meiner Arbeit im Tierrecht gezogen habe. Wozu sich noch bemühen gegen Unrecht anzukämpfen in einem System das auf Unrecht basiert und in dem Tiere kaum Rechte haben.


Auch in der normalen Tierschutzarbeit mussten viele Niederlagen hingenommen werden. Jede einzelne Anzeige, die ich in den letzten Jahren erstattet habe, wenn es um Tierschutzvergehen ging, wurde eingestellt.

Wozu noch dagegen kämpfen, das Tierheime Tiere in den Versuch geben können? Solange das Recht, oder was man so Recht nennt in unserem System, es erlaubt. Selbst gegen Tierversuche zu kämpfen hat nichts gebracht. Unsere Regierung, oder die EU ordnen sie in großem Stil an, oder betreibt selbst Tierversuchsanstalten. Die Regierung scheint von Lobbyisten beherrscht zu werden und arbeitet der Pharma scheinbar noch zu.

Die Fernsehsender bringen kaum etwas hierüber. Reach wurde soweit ich weiß niemals in den Medien bekannt gemacht, das Dog Control Program genau so wenig..  


Es war all die Jahre ein Kampf gegen Windmühlen, der viel Kraft kostete, aber nichts brachte.

Einen Verein zu leiten ist schwer, besonders wenn die meisten Aufgaben sich nicht verteilen lassen sondern an ganz wenigen Leuten hängen bleiben, die fast unter der Last zerbrechen. Ehrenamtliche Mitstreiter zu finden ist fast aussichtslos. So hält man Jahr für Jahr durch, in der Hoffnung, dass es besser werden muss. Aber das tut es nicht. Festgefahrene Strukturen lassen sich nur schwer aufbrechen. Den Verein am Leben zu halten ist immer mit Kampf verbunden.

Die Spenden gehen Jahr für Jahr zurück. Die Zahl der Tiere die man aufnehmen muss nicht. So schlägt man sich unentwegt mir Sogen über die Zukunft herum. Wenn man alles versucht hat und keine Lösungen finden konnte bleibt letztlich nur den Kampf aufzugeben, das Unabänderliche hinter sich zu lassen, wenn man nicht daran zerbrechen will.

Ich will wieder frei sein, mein eigenes Leben leben und mich nicht mehr täglich mit dem Grauen in dieser Welt selbst runterziehen, das ich nicht in der Lage bin zu ändern. Ich will neue Perspektiven suchen.

Mein Rücktritt aus dem Vorstand zum Jahresende steht fest.Den Tieren zuliebe bleibe ich im Verein und will mich einige Tage im Monat ehrenamtlich einbringen. Den Kampf für die Tierrechte habe ich aufgegeben. Er ist nicht zu gewinnen.  Wir Tierschützer verzetteln uns und haben noch nicht gelernt systematisch zusammen zu arbeiten. D.h. Gruppen bilden, die gemeinsam für ein spezielles Ziel eintreten. Stattdessen überhäufen wir uns gegenseitig täglich mit unzähligen Meldungen, die zum Schluss keiner mehr liest, in der Hoffnung, dass einer sich der Probleme schon annehmen wird, die wir per Mail kreuz und quer durch die Republik schicken. In der Regel ist es dann eher nicht so und viele Notrufe verhallen ungehört. So haben unsere Feinde schon gewonnen. Wir schreiben im Jahr zig Petitionen, die allesamt ad acta gelegt werden. Was uns fehlt sind neue Perspektiven, andere Anschauungen, ein organisiertes miteinander. Ohne das werden wir keine Ziele erreichen. Was uns noch fehlt ist eine andere Regierung. Eine die die  Wähler ernst nimmt und nicht macht was sie will, sobald sie ihre Stimmen hat.


Meine Hoffnug ist, dass der von mir gegründete Verein auch ohne meine Leitung überleben kann.

Momentan sieht es mangels Personen, die meine Aufgaben übernehmen wollen, noch nicht danach aus.

Wie schwer es in den letzten Jahren war, wissen die meisten von Euch. Die Zeiten im Tierschutz werden härter. Die Spenden bleiben aus. Wer keine guten Konzepte hat, solch ein Konstrukt am Leben zu erhalten, hat schon verloren. Die Leidtrageden sind die Tiere, denen dann niemand mehr hilft.

Wir konnten auf viele Erfolge zurück blicken.

Schon bei der Gründung des Vereins gab es durch missgünstige Leute den Versuch diesen zu zerstören. Es ist nicht gelungen. Sieben Jahre gibt es uns nun bereits. Sieben Jahre versuchen uns die ehemaligen Mitstreiter in regelmäßigen Abständen den Verein zu zerstören. Bisher erfolglos. Das Fütterungsverbot in Emmerich musste aufgehoben werden, weil Ihr an unserer Seite wart und es mit uns durchgefochten habt. Das Haus konnte aus der Zwangsversteigerung gerettet werden.

Weit mehr als 200 Tieren konnten wir in der Vergangenheit das Leben retten, indem wir sie aufgenommen haben. Nicht mitgezählt sind hier die zahlreichen verwilderten Katzen und Tierschutzfälle die hier nicht aufgenommen wurde, bei denen wir aber das Leben von Tieren retten konnten. Zurzeit betreuen wir immer noch etwa 100 Tiere, die dringend untergebracht werden müssen, für den Fall, dass der Verein nicht zu retten ist. Hierfür suchen wir aber KEINE Vereine, die die Tiere übernehmen, sondern ausschließlich Privatpersonen als Endplätze.

Dank Euch waren wir in der Lage 40 Katzen zu impfen. Das steht im September wieder an. Keine Ahnung, wie wir es auch dieses Mal wieder schaffen sollen. Für unsere Feinde waren wir immer ein harter Gegner, den man nicht unterschätzen durfte. Für viele Hilfesuchende waren wir die Rettung in letzter Minute. Für mehr als 65 verwilderte Hauskatzen sind wir die, die ihnen seit Jahren das Leben retten.

Es stehen noch einige Projekte an. Eine Umzäunung des Ackers, der für die frei lebenden Katzen in Emmerich, zu einem Zufluchtsort werden soll. Die sind teilweise so verhasst, dass die Bürger schon zu Handgreiflichkeiten gegen uns übergegangen sind, damit wir die Tiere endlich dort wegholen. Bisher war es nicht möglich. Der Speicher im Katzenhaus soll isoliert werden und vielleicht auch mal ausgebaut werden, damit dort in Zukunft weitere Tiere eine Zufluchtsort finden. Der Trödel King aus dem WDR Fernsehen hat es ermöglicht, als er in den letzten Monaten bei uns drehte und mit uns Bilder versteigerte und uns half Trödel gewinnbringend zu verkaufen. 


Erscheint glaube ich am Freitag den 12.6. um 21.00h im WDR.

Ich denke nicht, dass ich noch in der Lage bin die Projekte umzusetzen. Nun muss es sich zeigen, wie stark der Verein und seine wenigen Mitglieder sind. Ich hoffe die Arbeit im Katzenhaus geht weiter, wenn es auch im Augenblick noch nicht den Anschein hat. Mein Rücktritt wurde sehr verhalten zur Kenntnis genommen.

Wenn es mir möglich ist, werde ich Euch auch weiter auf dem laufenden halten. Ich wünsche mir, dass Ihr auch weiter dem Verein die Treue haltet, denn ohne Euch gäbe es die Samtpfote mit dem Katzenhaus in Bienen schon nicht mehr.

Falls jemand von Euch in der näheren Umgebung wohnt und Lust hat hier ehrenamtlich einzusteigen, wäre es schön, wenn er/sie sich meldet. Falls jemand von Euch im Umkreis von 50 Km von uns wohnt und einer Katze als Endstelle ein Zuhause anbieten möchte freue ich mich über eine Mitteilung.


Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Hilbig

Tierschutzverein Samtpfote e.V.

Emmericher Landstr. 102

46459 Rees

 

www.katzenschutzverein-emmerich.de

tierschutzverein.samtpfote@gmail.com

Tel: 02851 - 58 999 00

 

Spendenkonto:

Sparkasse Emmerich-Rees

Kontonr.: 10 88 60

BLZ:        35 85 00 00

IBAN DE14 3585 0000 0000 1088 60

BIC: WELADED1EMR

 

Ein eingetragener, besonders förderungswürdiger Verein!


SAG NEIN ZU REACH !

WIR BRAUCHEN KEINE NEUEN TIERVERSUCHE, FÜR DIE 45 MILLIONEN TIERE GEOPFERT WERDEN.

 

http://www.katzenschutzverein-emmerich.de/IZT.htm